Elmar Peintner gehört heute mit zu den international anerkannten zeitgenössischen Künstlern Tirols. Einladungen zu Ausstellungen in ganz Österreich, Europa und Übersee sowie Preiszuerkennungen internationaler Grafikbiennalen in Belgien, Polen, Deutschland, Italien, Tschechien, USA, Schweden und Brasilien bestätigen den ständig steigenden Bekanntheitsgrad des Künstlers. In all seinen Werken erweist sich Peintner als ein stiller Beobachter der Natur und des Menschen; zugleich aber auch als ein Künstler, für den das Zeichnen und Malen stets mit dem Freilegen von Strukturen und dem Blick hinter die rein äußeren Erscheinungsformen der Natur und des Menschen zu tun hat. Seine "mikrokosmischen Formuntersuchungen" (Magdalena Hörmann) sind immer auch ein Teil eines größeren Geschehens, das sehr viel allgemeine Lebens- und Erfahrungssituationen impliziert, wie umgekehrt seine präzis geführten und scharf beobachteten Auseinandersetzungen mit dem Menschen als Metapher einer sich stets verändernden Natur angesehen werden können. Nicht das naturalistische Abbilden von Natur steht daher im Vordergrund seiner Arbeiten, sondern vielmehr der Versuch, über den Realismus der Mikrostrukturen des Vegetativen zur physischen und psychischen Struktur des Menschen vorzudringen.
Dr. Günther Dankl aus: SICHTBARKEIT - UNSICHTBARKEIT - WIRKLICHKEIT, Katalogbuch Elmar Peintner.
Dr. Günther Dankl ist Kustos der Graphischen Sammlungen und der Sammlung der Moderne am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.

Pferd liegend unter langem Tisch, 1999
Bleistift, Eitempera auf Leinwand
62 x 128 cm

Last update: 11.08.2016
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